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Urlaubsreise 2004 vom 13.6. - 28.6.2004

Vom 14.06. - 16.06.2004
Südtirol ( Ratschings bei Sterzing)

Nachdem wir (eine mit "Katerkopf" von zu viel Prosecco "Pussywasser") mit dem Autoreisezug in München angekommen sind, ging die Fahrt über Innsbruck und den alten Brennerpass bis nach Sterzing und weiter direkt zum Hotel Seeber (Link) in Ratschings (Karte).Dort war erst mal Ausschlafen angesagt. An dieser Stelle noch mal Sorry an Andrea und Peter für das entgangene Frühstück im Zug, näher möchte ich nicht darauf eingehen...

Wenn es euch mal nach Ratschings verschlägt, müsst ihr unbedingt eine Wanderung (ja, d. h. tatsächlich zu Fuß) durch den "Gilfenklamm" in Stange machen. Den Zugang zur Klamm weisen in der Ortschaft "Stange" mehrere Schilder. Für die Wanderung sollte man ca. 2 Stunden rauf und 1 Stunde runter einplanen. 3 Stunden, die sich aber wirklich lohnen. Man folgt praktisch immer dem Ratschinger Bach durch den Wald, bis man irgendwann über mehrere Holzbrücken und steile Bergwege auf der Aussichtsbrücke in schwindelnder Höhe den Abgrund überquert. Der Blick fällt dann auf die Schlucht, in der ein 15 Meter hoher Wasserfall dröhnt und tobt, so dass man das eigene Wort kaum hört. Der Eintritt zur Gilfenklamm beträgt 2,60 €.

Auf dem "Jaufenpass" lag in diesem Jahr tatsächlich noch Schnee. Bei 6 Grad ist das wohl auch kein Wunder, dafür waren es unten in Meran 30 Grad. Das lädt ein zur Sightseeing-Tour. Unser Tipp für Besucher: In Meran gibt es an der Kirche gegenüber dem Elisabeth-Park extra einen Parkplatz für Motorräder (kostenfrei).

Hier sind einige Bilder dazu.


Vom 17.06. - 20.06.2004
Italien im Trentino

Unsere Fahrt ging von Ratschings über die "12" (Nebenstraße der Autobahn) nach Mezzocorona (Kirche besichtigt), Mezzolombardo, Fai über Andalo nach Molveno (Karte). Eine wunderschöne Strecke mit abwechslungsreichen Blicken auf den einen oder anderen Berg. Nach Andalo habt ihr einen wunderschönen Blick auf den Molvener See und das ganze Tal. Im Hotel Lido (Link) ist man nett und sauber untergebracht. Der Altersdurchschnitt der Gäste wurde durch unsere Ankunft drastisch gesenkt. Der Älteste (92!!!) war gleichzeitig der Jüngste (vom Aussehen und der Fitness). Zwei Tage später brauchte man aber durch Ankunft einiger Kinder extrem starke Nerven!!! Im Hotel gibt es bei Regenwetter auch die Möglichkeit Billard zu spielen. Wer so spielt wie wir, kommt mit 3 Münzen den ganzen Abend aus (war aber sehr lustig). Oder man kann auch zum Tanzen im Saal des Kellers gehen... und nach 2 Sekunden wie ein geölter Blitz die Treppe wieder rauflaufen, warum, lass ich jetzt mal im Raum stehen.

Der Molvener See lädt geradezu zum Baden ein, allerdings nur die Ansicht, da er wirklich bitterkalt war, selbst Andrea, unsere Badenixe, hat abgewinkt, und das soll schon was heißen. Von Molveno ist es ein Katzensprung zum Gardasee. Wenn man über Tenno fährt, hat man von oben einen schönen Blick auf den Lago Tenno, der wie eine kleine Südseeinsel wirkt. Auf dem Weg zum Gardasee hat man die Möglichkeit, den Varone Cascata (5 km von Riva del Garda) zu besichtigen, ein fast 100 Meter hoher Wasserfall, der sich durch eine enge Klamm zwängt (Regenjacke ratsam).
Unsere Fahrt ging dann bei 29 Grad weiter am Gardasee entlang bis nach Lazise. Lazise ist eine hübsche, fast autofreie historische Altstadt, die von einer Stadtmauer mit drei Toren umschlossen ist. Wir hatten allerdings kein Bock auf Stadtbummel und haben es uns in einem Restaurant direkt am See gemütlich gemacht. Andrea, unsere Wasserratte, hatte natürlich ihren Bikini mit und schon war sie im Gardasee verschwunden. Diese Frechheit kostete natürlich einen Latte Macchiato.

Weitere Ausflugsziele, die wir empfehlen, sind u. a. Tremosine (Richtung Limone). Dort fahrt ihr nicht direkt am Gardasee entlang, sondern rechts von Limone kommend nach oben in Richtung Tremosine. Es erwartet euch ein steiler Anstieg mit aussichtsreichen Blicken auf den Gardasee und Umgebung. Ihr fahrt dann nach Tremosine di Pieve und dort zum Restaurant/Hotel "Miralago" (Augen auf! Es ist ziemlich schwer zu finden). Am besten richtet ihr euch nach der Kirche. Das Restaurant liegt 400 Meter hoch über dem Gardasee und hängt frei aus dem Berg heraus. Eigentlich nix für höhenängstliche Hasen wie uns, aber es war trotzdem wunderschön. Die Preise im Restaurant sind zivil und das Essen schmeckt. Die Abfahrt sollte man dann in Richtung Salo machen. In endlosen Serpentinen geht es hinab durch Bergspalten an Wasserfällen vorbei durch einen Märchenwald. Lasst euch das nicht entgehen. Der Nachteil ist, dass die Straßen ziemlich eng sind - also Biker - den Gashahn nicht so weit aufreißen. Auch eine Besichtigung des Ortes Arco können wir euch ans Herz legen. Der Kurpark mit seinem üppigen Palmenbewuchs lädt zur Rast ein. Schon Albrecht Dürer war von diesem Ort begeistert und wir sind es jetzt auch.

Hier sind einige Bilder dazu.


Vom 21.06. - 23.06.2004
Südtirol St. Andrä bei Brixen (Dolomiten)

In St. Andrä sind wir im Hotel Tyrol (Link) sehr gut aufgenommen worden (Biker-freundlich, schöne Zimmer, nette Gastleute) empfehlens wert. Die Pfarrkirche St. Andrä (von 1770) und die Maria-Hilf-Kapelle (Achteckbau von 1696) sollte man schon mal besichtigen, dort gibt es wunderhübsche barocke Deckenfresken.
Über das Würzjoch (1987 m hoch) kommt man über Zwischenwasser nach St. Vigil. In St. Vigil fahrt ihr an der Kirche vorbei immer geradeaus (Sackgasse). Kurz danach fahrt ihr durch den schönen Naturpark "Fernes" ca. 10 km lang. Vorsicht!! Freilaufende Kühe, Schafe und Hühner spazieren auch auf der Straße oder stehen gern zu viert auf der Brücke. Am Ende der Straße steht der Gasthof Pederu (übersetzt heißt Pederu wohl Straßenraub). Auszug aus der Speisekarte: Bratwurst mit Brot: 7,20 €, Gemüsesuppe 5,50 €. Ein Glas Tee könnt ihr aber schon für 1,60 € bekommen.

Auch eine Fahrt über Lajen, St. Ulrich über den Panider-Sattel (1437 m) im schönen Grödner Tal nach Völs am Schlern * lohnt sich durchaus. Wenn ihr dann Richtung Blumau fahrt, erlebt ihr eine schöne Talfahrt mit vielen Kurven und ihr habt einen schönen Ausblick auf Bozen. Von St. Andrä aus haben wir dann sogar eine Busfahrt nach Brixen unternommen. Stadtbummel nur für Frauen war angesagt. In Brixen haben wir uns u.a. den Dom und die St. Michael Kirche angesehen. Leider hatten wir nicht genügend Zeit, um uns diese durchaus sehenswerte Stadt mit ihren historischen Häusern in aller Ruhe anzusehen, da unser Bus nur alle Stunde fuhr.

*ACHTUNG: Seiser Alm, Naturpark Schlern: alle Straßen ab Kompatsch (Parkplatz) im Sommer gesperrt.
Fahrerlaubnis mit Ermächtigungsschein möglich (vorher über Zeiten und Preise informieren).

Hier sind einige Bilder dazu.


Vom 24.06. - 27.06.2004
Schönau am Königssee in Bayern

Von St. Andrä sind wir über die alte Brennerstraße in Richtung Innsbruck gefahren. Dann auf die "171" in Richtung Schwaz, Wörgl, St. Johann in Richtung Bad Reichenhall, Berchtesgarden, Königssee, Schönau. Im Dorf Königssee liegt das Hotel Bergheimat (Link). Essen kann man dort richtig lecker, aber bestellt euch bitte keinen Cappuccino. Er kostet 3,15 € und wird direkt aus der Tüte angerührt.

Die Fahrt durch Österreich entwickelte sich nach einiger Zeit zur Stresstour. Erst darf man nur 60 km/h fahren mit Überholverbot, dann 80 km/h mit Überholverbot und dann, oh Wunder, 100 km/h ohne Überholverbot, aber... was ist das denn? Durchgezogene Linie? Nach 300 Metern ging es wieder auf 60 km/h runter mit Überholverbot, und so ging es munter weiter.

Vom Königssee aus sind wir nach Berchtesgarden ins Salzbergwerk eingefahren. Die Highlights im Bergwerk sind wohl die Rutschbahnen und die Floßfahrt über einen von Lichtern und Geräuschen umgebenen Salzsee. Man sollte für die Besichtigung einschl. Empfang und Rückgabe der Bergmannskleidung 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Aber seht selbst www.salzwelt.de. Ganz in der Nähe des Bergwerkes befindet sich die Rossfelder Panoramastraße. Diese Straße ist eine Privatstraße und daher mautpflichtig. Für Motorräder kostet es 3,00 €. Dort gibt es Steigungen bis zu 24 %, viele nicht vorher angezeigte Spitzkehren und vom höchsten Punkt (1600 m) einen unvergesslichen Ausblick auf das Bergmassiv des Hohen Göll, den Kehlstein, das Tennen- und Dachsteingebirge sowie das Berchtesgardener und Salzburger Land.

Auch eine Bootsfahrt über den Königssee ist unentbehrlich. Es geht vorbei an der einzigen Insel des Königssees zur Echowand, dem Berg "die kleine Hexe" (ratet mal, warum er so heißt), dem Watzmann mit der sogenannten Eiskapelle, die aus Lawinenschnee der Watzmann-Ostwand besteht. Auf der Halbinsel St. Bartholomä ist erste Zwischenstation. Dort kann man die Wallfahrtskirche besichtigen (von uns für nicht lohnenswert befunden). Weiter geht es bis nach Salet. Dort gibt es nach kurzer Wanderung durch die schöne Natur (man nennt dies auch die Endmoräne) den Obersee zu sehen. Die großen Felsblöcke am Weg zwischen den beiden Seen stammen von einem Felssturz des Jahres 1172.

Eine Tour zum Großglockner (Mautgebühr: 17,00 €) war wohl d a s Erlebnis schlecht hin. Wir sind über Saalfelden und Zell am See nach Fusch auf die Großglockner-Hochstraße (2575 hoch) gefahren. Dort gab es einfach alles: Schnee, Sonne satt und Kurven ohne Ende. Wir hatten uns auch wirklich den schönsten Tag ausgesucht- wie das so ist, wenn Engel reisen. Die Abzocker vom Öschiland wollten uns wohl auch Willkommen heißen, aber warum verstecken sie sich eigentlich hinter Bäumen und richten eine Pistole auf uns? Komischer Brauch.

Hier sind einige Bilder dazu.

Vom 28.06. - 29.06.2004
München - Hamburg

Abfahrt vom Königssee nach München. Über Ramsau, Inzell, Traunstein (Regenklamotten an). Vorbei an Wasserburg, Ebersberg (Regenklamotten aus) bis nach München. Da wir dort noch Stunden Zeit hatten bis zur Abfahrt, haben wir eine S-Bahn-Tour zum Marienplatz gemacht. Das Rathaus ist wohl das eindrucksvollste Gebäude am Marienplatz (jedenfalls von außen). Unser Bummel führte uns vorbei am Spielzeugmuseum zum Viktualienmarkt, zum Hard-Rock-Cafe, zum Hofbräuhaus und zurück zur Frauenkirche. Zurück zum Bahnhof München-Ost haben wir erst mal die Motorräder verladen und auf dem Bahnsteig nette Plauderstündchen verlebt. Ein öder Bahnhof kann auch nett sein (liebe Grüße an Karin und Lutz aus Bremerhaven).
Ankunft in Hamburg-Altona war dann 7.08 Uhr. Das war unser Urlaub in Kurzform.

Hier sind einige Bilder dazu.