Trailer/Motorrad -Tour 2010 nach Südtirol

15.6.2010 Es geht los. Trotz mieser Wetterprognose sind wir voller Hoffnung. Los geht's auf die A 7 Richtung Süden
(Süden ist gut, Süden ist warm). Andrea und Peter sind ja gestern schon los gefahren (siehe Bericht Andrea). Unterwegs fing es dann schon mal damit an, dass sich das Bugrad vom Trailer während der Fahrt gelöst hat. Ein Krach, ein Lärm. Mensch Hans halt mal an…… ja, aber nicht hier. Wie jetzt? Nicht hier? Geht's noch? OK, wir also zum nächsten Rastplatz, und wenn man schon mal da ist, kann man ja auch gleich pipi gehen. Ich hab es wirklich versucht, aber die Toiletten auf den Rastplätzen sind echt Herpes fördernd. Ekelhaft. Unser Ziel war Augsburg. Im neuen Etap Hotel waren wir gut untergebracht. Es ist übrigens das einzige Etap, das kein Plastikgesamt-Bad hat. Zum Abendessen sind wir ins zünftige Brauhaus 1516 gegangen. Ach übrigens, es regnet.

16.6.2010 Von Augsburg geht es weiter nach Südtirol. Laut Tom Tom fahren wir schönste Strecke oder so Richtung Garmisch-Patenkirchen. Nach dem fünften oder sechsten Dorf fiel dann das Motorrad von Hans fast vom Trailer. Ein Spanngurt war gerissen (neue Gurte!!!). Beim nächsten Dorf lag meins dann auf halb acht. Wir also zum nächsten ADAC-Laden und neue Gurte gekauft und erstmal die Maschinen festgezurrt. Der Regen begleitet uns bis zum Hotel Seeber in
Ratschings www.hotel-seeber.com unserem Ziel. Können wir wie immer sehr empfehlen. Eine Stunde später sind auch Andrea und Peter eingetroffen, die über den Fernpass gefahren sind (siehe Bericht Andrea).

17.6.2010 Mensch, es ist trocken. Schnell los, startet die Maschinen. Los geht's erst mal auf den Jaufenpass, den hatten wir gerade halb rauf geschafft, als es anfing zu schütten. Das wäre ja nicht so schlimm gewesen, aber es gesellte sich auch noch dicker Nebel dazu. Erstmal Pause auf der Jaufenstation. Es zog sich aber leider immer weiter zu, so dass wir uns entschlossen, wieder zurück zum Hotel zu fahren. Was nu? Wir können doch das Bergwerk Schneeberg in Ridnaun besichtigen. Es ist eines der höchstgelegenen Bergwerke Europas www.ridnaun-schneeberg.it . Für die Führung war es leider noch zu früh, also haben wir das Freigelände selbst erforscht. Auf der Suche nach Bodenschätzen bin ich fündig geworden….juhu, ich bin reich. Gold, Bergkristall und Rosenquarz. Nach dem Erfolg wollten wir nun was essen. Zurück ging es nach Sterzing, wo uns während des Essens ein Gewitter überraschte (ähh wir saßen draußen). Schnell die Teller geschnappt und ab ins Lokal. Bei Regen sind wir dann zu Seeber zurück. Andrea ins Schwimmbad, Peter und Hans das Motorrad von Peter schon auf den Trailer gehieft und ich hab relaxt. Danach haben wir uns zum Latte M. wieder eingefunden.

18.6.2010 Abschied nehmen. Tschüssi Andrea und Peter. Ab heute gehen oder besser gesagt fahren wir wieder getrennt. Die beiden machen sich am Morgen auf zum Gardasee (siehe Bericht Andrea) und lassen uns mit Regen zurück. Wir haben aber keine Lust auf Stubenhockerei und fahren los mit dem Ziel Timmelsjoch. Ich gebe allerdings vorm Jaufenpass auf, weil es mir doch zu nass wird, Hans fährt tapfer weiter und kommt nach 4 Stunden Pudelnass aber glücklich mit seinem Timmelsjoch-Aufkleber zurück. Danach machen wir noch einen Autoabstecher nach Brixen.

19.6.2010 Tschüss Familie Seeber bis zum nächsten Mal. Heute fahren wir nach Corvara. Und man glaubt es kaum… die Sonne scheint. Richtung Bruneck machen wir uns auf den Weg zu den Dolomiten. Durch das Pustertal bis St. Lorenzen. Dann rechts ab Richtung Zwischenwasser, durch Pederoa (das kennen wir ja), siehe Bericht 2004 nach Corvara. Corvara liegt direkt auf der Sella-Runde am Fuße des Passo Campolongo. Hier hat Hans uns die Pension La Fontana ausgesucht. Die Zimmer sind zwar klein, dafür aber sauber www.lafontana.com (Partnerhotel von Touren-Fahrer). Essen schmeckt auch. Aber nun zurück zum Biken. Wir also nach der Ankunft Koffer auf die Zimmer, Motorräder abgeladen und ab Richtung San Ciascian, über den Pass Valparola, Passo Falzarego (Murmeltier gesehen) nach Arabba dann über den Passo Campolongo nach Corvara. Es regnet!! Es ist kalt!! Am Gardasee war wohl auch die Hölle los… (siehe Bericht Andrea).

20.6.2010 Es SCHNEIT!! Hallo, wir haben Mitte Juni. Es schneit, ich fasse es nicht. Nach dem Frühstück liegen schon 3 cm. OK, was machen wir nun? Erst mal Fotos, das glaubt uns ja sonst keiner. Auto frei schaufeln und ab nach Meran, da war es bislang immer warm. Hier in Corvara sind es 0 Grad, es kann also nur wärmer werden. Zum Glück haben wir das Auto, die Trailer-Tour hat sich also schon rentiert. Durch dichtes Schneetreiben fahren wir los. Bloß nicht über die Pässe mahnt uns ……….., der Hotelchef, da ist jetzt Schneekettenpflicht. Super. Im Radio hören wir dann, das Timmelsjoch und Stilfser Joch gesperrt sind. Dort liegen 30 cm Schnee. Jaufenpass 10 cm. Ähh wir haben immer noch Juni und morgen ist Sommeranfang. In Meran waren es dann doch 12 Grad, aber es nieselte auch dort. Unterwegs war es überwiegend regnerisch.

21.6.2010 Juhu, die Sonne scheint. Nix wie los. Hans fährt erstmal eine Probe-Sella-Runde und guckt, wie es mit dem Schnee oben auf den Pässen aussieht. Danach machen wir uns auf in Richtung Passo Campolongo über Arabba zum Passo Pordoi. Es ist empfindlich kalt hier oben. Der Schnee liegt ca. 20 cm hoch aber die Straßen sind frei, dafür aber mit erheblichen Straßenschäden. Vom Passo Pordoi geht's abwärts nach Canazei und durch das Val di Fassa. In Vigo di Fassa geht es hoch zum Karerpass und dann zum Karersee, der laut Tankwart noch nie soviel Wasser hatte. Eigentlich wollten wir noch über den Nigerpass, aber der war gesperrt und so mussten wir das Eggental bis Kardaun fahren. Dann in Richtung Brixen durch das Eissacktal bis Waidbrück - Lajen. Dort ging es dann durch das Grödnertal vorbei an St. Peter, St. Ulrich und Wolkenstein. Schnell noch über das Grödner Joch zurück nach Corvara.

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22.6.2010 Das Wetter ist super. Hans fährt erstmal wieder allein seine Sella-Runde, mir ist es noch zu früh. Zwei Stunden später… und täglich grüßt das Murmeltier: Hans ist zurück und der Urlaub schlagartig zu Ende. Er hat sich das Schlüsselbein gebrochen. Ich möchte das jetzt hier nicht weiter vertiefen, aber Schuld war ein Murmeltier.

Naja, zu Hause ist es ja auch schön. Und die Fahrt mit dem Trailer hat sich nun wirklich gelohnt.